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Elvisches Wort für Wasser — Sindarin & Quenya

5 min read944 WörterVon Tengwar Editorial

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Elvisches Wort für Wasser

Die kurze Antwort: Wasser heißt im Sindarin nen (NEN, reimt sich auf „pen"). Wasser heißt im Quenya nén (NEHN). Beide stammen von der uralten Wurzel NEN- ab, und Tolkien verstreute das Sindarin-Wort über seine gesamten Landkarten — in Flussnamen, Seenamen und den Titeln göttlicher Wesen, die über die Gewässer der Welt herrschen.


Die Kernwörter für Wasser

DeutschSindarinQuenya
Wassernennén
Fluss (klein)sîrsírë
Fluss (groß)duin
See / Teichaelin, lînailin
Meergaear, belegaereär
Regenmistë (Nebel/Regen)missë
Wasserfallnénuva
wässrig, aus Wassernenuinénëa

Sindarin: Nen

Nen ist das gebräuchlichste Sindarin-Wort für Wasser, das frei im Alltagssprachgebrauch verwendet wird und tief in die Geografie Mittelerdes eingebettet ist.

Aussprache: NEN (kurzes e, wie in „pen" oder „ten") Wurzel: NEN- (uralter Begriff für Wasser und Fließen)

Nen in Ortsnamen quer durch Mittelerde

Tolkiens Landkarten sind voller nen — ein Beleg dafür, wie zentral es im Sindarin-Wortschatz war:

  • Nen Hithoel — „Nebliges Wasser" (der See oberhalb der Fälle von Rauros, wo Boromir stirbt)
  • Nenuial — „See der Dämmerung" (auch Evendim-See genannt, nahe dem alten Königreich Arnor)
  • Nenning — ein Fluss in Beleriand (Sindarin-Flussname mit nen als Wurzel)
  • Nen Girith — „Schauderndes Wasser" (ein Wasserfall in der Erzählung von Túrin Turambar)

Jeder dieser Namen ist im Sindarin transparent — ein Sprecher der Sprache würde sofort verstehen, welches Gewässer gemeint ist.

Beispielsätze auf Sindarin

DeutschSindarin
Das Wasser fließtI nen sîla
Wasser und FeuerNen a naur
Am stillen WasserNed nen tûr
Kind des WassersIonnen / Sellenen

Quenya: Nén

Im Quenya lautet die hochelvische Form nén — im Grunde dasselbe Wort wie das Sindarin nen, jedoch mit dem für Quenya charakteristischen langen Vokal. Tolkien konzipierte diese beiden Sprachen als historisch verwandt: Sie teilen sich Wurzeln, entwickelten sich über Jahrtausende hinweg aber lautlich und grammatikalisch auseinander.

Aussprache: NEHN (das Akzentzeichen bedeutet einen längeren, gehaltenen Vokal)

Nén in der Quenya-Dichtung

Quenya ist die Sprache der Elben Valinors und der hohen Zeremonie. Das Wort nén taucht eher in Überlieferung und Gesang auf als im beiläufigen Gespräch:

Nén i-menel — „Wasser des Himmels" (poetisch: Regen) Nénuvan — „Ich werde wässern" (Verbform, die in den uralten elvischen Gebeten an Ulmo verwendet wird)


Ulmo: Herr der Wasser

Kein Leitfaden zum Wasser auf Elvisch wäre vollständig ohne Ulmo — den Vala, der über jeden Ozean, jeden Fluss, jeden See und jeden Regentropfen in Arda herrscht.

Name: Ulmo (Quenya, von der Wurzel ULU-, die „gießen, fließen" bedeutet) Sindarin-Titel: Ulu oder schlicht Ulmo Quenya-Titel: Ulubôz — „Herr der Wasser" Alternativer Name: Vëantur — „Meister des Meeres"

Ulmos Beziehung zu den Elben

Ulmo ist einzigartig unter den Valar: Er lebt nicht in Valinor, sondern bewegt sich durch alle Gewässer der Welt. Er kommuniziert mit Elben und Menschen durch Träume, die von Flüssen getragen werden, und durch den Klang von Hörnern, der in Wellen und Regen zu hören ist.

Im Silmarillion warnt Ulmo Turgon und Finrod, verborgene Festungen zu errichten — ein Rat, der über die Wasserwege überbracht wird, denn Ulmo allein konnte Mittelerde noch durch dessen Flüsse und Meere erreichen, als sich die übrigen Valar bereits nach Aman zurückgezogen hatten.

"Denn Ulmos Macht liegt in allen Wassern, und die Adern der Welt sind seine Wege."Das Silmarillion, Von den Sindar

Das elvische Horn namens Ulumúri (aus weißen Muscheln gefertigt) erzeugt Musik, die, einmal gehört, das Herz mit einer unstillbaren Sehnsucht nach dem Meer erfüllt. Diese Sehnsucht wird „die Meeressehnsucht" genannt, und jeder Elb, der sie hört, empfindet einen Schmerz, der im Quenya Aearwingë heißt — die Sehnsucht nach dem Meer.


Wasserbezogener elvischer Wortschatz

DeutschSindarinQuenya
Meergaeareär
Ozeanbelegaer (großes Meer)eärë
Wellealph (Schwanenwelle)falma
Schaumfalmë
Bachcelchcelpë
Flutlant
Uferfalasfalassë
Nebelhîthhísë

Übung mit dem Übersetzer

Der Elvish Translator hilft dir, jede wasserbezogene Botschaft auf Sindarin oder Quenya zu formulieren — ob für ein Tattoo, den Namen eines Bootes, eine Figur in einer Geschichte oder einen Segensspruch.

Weiteren elvischen Naturwortschatz findest du in unserem Beitrag über elvische Wörter für die Natur, und für einen umfassenderen Überblick, wie sich die beiden Sprachen unterscheiden, lies Quenya vs. Sindarin.

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I nen sîla i·Anor — Das Wasser spiegelt die Sonne.


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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Was ist das elvische Wort für Wasser?

Im Sindarin heißt Wasser 'nen' (NEN, reimt sich auf 'pen'). Im Quenya heißt Wasser 'nén' (NEHN). Beide Wörter teilen sich die uralte Wurzel NEN-, die Wasser oder ein Gewässer bedeutet. Tolkien verwendete 'nen' häufig in Fluss- und Seenamen quer durch Mittelerde.

Wer ist Ulmo in Tolkiens elvischer Überlieferung?

Ulmo ist der Vala (ein gottähnliches Wesen), der über alle Gewässer in Arda herrscht. Sein Quenya-Name stammt von der Wurzel ULU-, was 'gießen' oder 'fließen' bedeutet. Im Sindarin wird er ebenfalls Ulmo genannt. Er spricht zu den Elben durch Flüsse und Regen und gilt als der mächtigste der Valar nach Manwë.

Wie sagt man 'Fluss' oder 'See' auf Elvisch?

Im Sindarin heißt 'Fluss' 'sîr' oder 'duin' (ein großer, fließender Fluss), und 'See' heißt 'aelin' oder 'lîn.' Im Quenya heißt 'Fluss' 'sírë' und 'See' 'ailin.' Das Element 'nen' (Wasser) taucht in vielen Sindarin-Ortsnamen auf: Nen Hithoel (nebliges Wasser), Nenuial (See der Dämmerung), Nenning (ein Fluss in Beleriand).