Legolas' elbische Zitate — Was sagt Legolas auf Elbisch?
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Kurzantwort: Legolas spricht in Peter Jacksons Filmen Sindarin, aber weit weniger davon, als die meisten Zitatlisten behaupten. Seine echten elbischen Momente sind kurz: der Warnruf "Yrch!" ("Orks!") in Die zwei Türme und "Aragorn, nad no ennas!" ("Aragorn, da ist etwas!"). Zeilen, die ihm online zugeschrieben werden, gehören anderen Figuren oder niemandem: "Le abdollen" ("du kommst zu spät") wird in Bruchtal an Aragorn gerichtet und nicht von Legolas gesprochen; "Cuiva nwalca Carnirasse!" ist Sarumans Zauberspruch gegen den Caradhras und ist Quenya, nicht Sindarin; und "Daro!" ("Halt!") wird im Buch von einem ungenannten Elben aus Haldirs Schar von den Bäumen herabgerufen. Das gesamte Film-Sindarin wurde von David Salo konstruiert, nicht von Tolkien geschrieben.
Die kurze Antwort: Legolas spricht in Peter Jacksons Der Herr der Ringe-Filmen Sindarin — und davon nur eine Handvoll Zeilen. Im Folgenden eine Wort-für-Wort-Aufschlüsselung dessen, was er tatsächlich sagt, sowie der Zeilen, die unter seinem Namen kursieren und jemand anderem gehören. Zwei Dinge sollte man dabei durchgehend im Blick behalten: Film-Elbisch ist David Salos konstruiertes Sindarin, nicht Tolkiens eigenes; und in den Büchern spricht Legolas praktisch kein zitiertes Elbisch.
Zeilen, die Legolas oft zugeschrieben werden und nicht von ihm sind
Vor den echten Zeilen die Korrekturen — denn diese drei machen den größten Teil dessen aus, was unter Legolas' Namen kursiert.
"Le abdollen." — nicht Legolas, und nicht Tolkien
Le abdollen.
| Wort | Bedeutung |
|---|---|
| Le | du (förmlich) |
| abdollen | kamst zu spät, bist spät dran (von ab- "nach" + tollon "du kamst") |
Übersetzung: "Du kommst zu spät."
Kontext: Nur im Film, und Legolas sagt sie weder, noch wird sie zu ihm gesagt. Sie ist in Die Gefährten in Bruchtal an Aragorn gerichtet, und wie das gesamte Film-Sindarin ist sie David Salos Konstruktion und nichts, was Tolkien geschrieben hätte.
"Cuiva nwalca Carnirasse!" — Sarumans Zauberspruch, und es ist Quenya
Cuiva nwalca Carnirasse!
| Wort | Bedeutung |
|---|---|
| Cuiva | erwache! (Imperativ) |
| nwalca | grausam, wild |
| Carnirasse | Rothorn (der elbische Name für Caradhras) |
Übersetzung: "Erwache, grausames Rothorn!"
Kontext: Das ist nicht Legolas, und es ist kein Sindarin. Es ist Sarumans Beschwörung in Die Gefährten, von Orthanc aus gesungen, um den Sturm auf die Gefährten niedergehen zu lassen — "Cuiva nwalca Carnirassë; nai yarvaxëa rasselya; taltuva notto-carinnar!" — und sie ist auf Quenya, ebenfalls von David Salo für den Film konstruiert. Im Buch verzaubert niemand den Caradhras; Gimli verdächtigt den Berg, aus eigenem Antrieb böswillig zu sein.
"Daro!" — ein ungenannter Elb, nicht Legolas
Daro!
Übersetzung: "Halt! Stehenbleiben!"
Aussprache: DAH-roh
Kontext: Diese Zeile stammt tatsächlich von Tolkien — eines der wenigen Sindarin-Wörter, die im Roman laut gesprochen werden. In Die Gefährten II,6 wird es nahe dem Nimrodel von einem ungenannten Elben aus Haldirs Schar aus den Bäumen herabgerufen und lässt die Gefährten auf der Stelle innehalten. Es ist nicht Legolas' Zeile, und auch nicht Haldirs.
"Merin le govaned" und "A Legolas, tolo, hi!" — beide existieren nicht
Beide kursieren weithin auf Zitatlisten. Keine der beiden ist eine Zeile aus den Filmen, und keine stammt von Tolkien. Merin le govaned ist eine moderne Neo-Sindarin-Konstruktion ("Ich möchte dich treffen"), grammatisch plausibel, aber erfunden; A Legolas, tolo, hi! wird auf der Leinwand weder von Aragorn noch von sonst jemandem gesprochen. Wer den echten Filmgruß nach diesem Muster sucht, findet ihn bei Arwen: Êl síla erin lû e-govaned vîn — "ein Stern scheint auf die Stunde unserer Begegnung" — Salos Sindarin-Übertragung von Frodos Quenya-Zeile an Gildor Inglorion.
Was Legolas tatsächlich auf Elbisch sagt
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Yrch ist der Sindarin-Plural von orch ("Ork") — gebildet durch inneren Vokalwechsel, nicht durch eine angehängte Endung. Legolas ruft es in Die zwei Türme als Warnung, und es gehört wirklich ihm. Das Wort selbst stammt von Tolkien und steht in Anhang F.
Aussprache: URCH (wie "lurch" ohne das L)
"Aragorn, nad no ennas!"
Aragorn, nad no ennas!
| Wort | Bedeutung |
|---|---|
| nad | Ding, etwas |
| no | ist |
| ennas | dort, an jenem Ort |
Übersetzung: "Aragorn, da ist etwas!"
Kontext: Die zwei Türme, in der Ebene von Rohan, als Legolas die herannahenden Wargreiter spürt. Film-Sindarin (Salo), aber tatsächlich Legolas' Zeile — und bezeichnenderweise kurz. Das Muster hält sich durch die ganze Trilogie: Wenn Legolas Elbisch verwendet, dann um Alarm zu schlagen, nicht um eine Rede zu halten.
Legolas und Gimli — Die elbisch-zwergische Freundschaft
Einer der bemerkenswertesten Aspekte von Legolas' Entwicklung ist, dass er, ein Elb des Waldlandreichs, dessen Volk keine Zuneigung zu Zwergen hegte, eine tiefe Verbindung zu Gimli aufbaut. Mellon ist das Sindarin-Wort für "Freund" — das Passwort an den Toren von Durin — und es ist erwähnenswert, dass es nur Sindarin ist; die Quenya-Wörter lauten meldo und nildo.
Tolkien gibt uns tatsächlich keine Szene, in der Legolas Gimli auf Elbisch mellon nennt. Was er uns gibt, ist besser: Legolas, der Gimli nach Fangorn und in die Glitzernden Grotten führt, und die beiden, die am Ende gemeinsam nach Westen segeln — die Freundschaft wird gezeigt statt benannt.
Mehr zum Wort mellon und seiner berühmten Verwendung an den Toren von Moria findest du in unserem Leitfaden: Was bedeutet Mellon?
Der Name Legolas — Was bedeutet er?
Legolas ist Sindarin. Er bedeutet Grünblatt oder Grüne Blätter:
| Element | Sindarin | Bedeutung |
|---|---|---|
| leg- | laeg | grün |
| -olas | golas | Ansammlung von Blättern, Laub |
Tolkien selbst übersetzt den Namen als "Grünblatt", und in Die zwei Türme sagt Legolas dies laut, als Éomer nach seinem Namen fragt. (Die Form laeg ist das ältere Wort für "grün"; das gewöhnliche Sindarin-Wort ist calen, wie in Parth Galen.) Tolkien sagt nirgends, wer ihm den Namen gab oder warum — die Geschichte, Thranduil habe ihn zu Ehren der Wälder seines Reiches so genannt, ist eine spätere Erfindung und steht nicht im Text.
Übe die Zeilen selbst
Unsere Seite Filmzitate enthält weitere elbische Filmzeilen von Aragorn, Arwen, Elrond und Galadriel — alle mit Wort-für-Wort-Aufschlüsselungen wie oben und alle mit dem Hinweis, ob sie von Tolkien oder von Salo stammen.
Wenn du versuchen möchtest, eigene Sindarin-Sätze im Stil von Legolas zu bilden — kurz, scharf, handlungsorientiert —, ist der Elbisch-Übersetzer der richtige Ausgangspunkt.
Yrch! — Orks! Zwei Silben, und die ganzen Gefährten fahren herum.
Häufig gestellte Fragen
Was sagt Legolas auf Elbisch in Der Herr der Ringe?
Legolas spricht in Peter Jacksons Filmen Sindarin, aber weit weniger davon, als die meisten Zitatlisten behaupten. Seine echten elbischen Momente sind kurz: der Warnruf "Yrch!" ("Orks!") in Die zwei Türme und "Aragorn, nad no ennas!" ("Aragorn, da ist etwas!"). Zeilen, die ihm online zugeschrieben werden, gehören anderen Figuren oder niemandem: "Le abdollen" ("du kommst zu spät") wird in Bruchtal an Aragorn gerichtet und nicht von Legolas gesprochen; "Cuiva nwalca Carnirasse!" ist Sarumans Zauberspruch gegen den Caradhras und ist Quenya, nicht Sindarin; und "Daro!" ("Halt!") wird im Buch von einem ungenannten Elben aus Haldirs Schar von den Bäumen herabgerufen. Das gesamte Film-Sindarin wurde von David Salo konstruiert, nicht von Tolkien geschrieben.
Was bedeutet 'Merin le govaned'?
"Merin le govaned" ist keine Zeile aus den Filmen und keine Wendung, die Tolkien geschrieben hat — es ist eine moderne Neo-Sindarin-Konstruktion, die auf Zitatlisten kursiert. Der echte Filmgruß auf derselben Wurzel lautet "Êl síla erin lû e-govaned vîn" ("ein Stern scheint auf die Stunde unserer Begegnung"), David Salos Sindarin-Übertragung von Frodos Quenya-Gruß an Gildor. In Tolkiens eigenem Werk lautet der belegte Gruß auf Quenya: "Elen síla lúmenn' omentielvo" (Die Gefährten, I,3).
Welche Sprache spricht Legolas, und wie akkurat ist sie?
Legolas spricht Sindarin, die Alltagssprache der Elben Mittelerdes. Der elbische Filmdialog wurde vom Linguisten David Salo konstruiert, der ihn aus Tolkiens veröffentlichtem Sindarin-Wortschatz und dessen Grammatik heraus entwickelte — es ist also Salos Sindarin, nicht Tolkiens. Er ist sorgfältig gearbeitet und mit Tolkiens Rahmenwerk stimmig, aber ein großer Teil davon ist Rekonstruktion, die Lücken füllt, die Tolkien nie gefüllt hat; Filmzeilen sollten niemals als Tolkiens eigene Schriften zitiert werden.
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Häufig gestellte Fragen
Was sagt Legolas auf Elbisch in Der Herr der Ringe?
Legolas spricht in Peter Jacksons Filmen Sindarin, aber weit weniger davon, als die meisten Zitatlisten behaupten. Seine echten elbischen Momente sind kurz: der Warnruf "Yrch!" ("Orks!") in Die zwei Türme und "Aragorn, nad no ennas!" ("Aragorn, da ist etwas!"). Zeilen, die ihm online zugeschrieben werden, gehören anderen Figuren oder niemandem: "Le abdollen" ("du kommst zu spät") wird in Bruchtal an Aragorn gerichtet und nicht von Legolas gesprochen; "Cuiva nwalca Carnirasse!" ist Sarumans Zauberspruch gegen den Caradhras und ist Quenya, nicht Sindarin; und "Daro!" ("Halt!") wird im Buch von einem ungenannten Elben aus Haldirs Schar von den Bäumen herabgerufen. Das gesamte Film-Sindarin wurde von David Salo konstruiert, nicht von Tolkien geschrieben.
Was bedeutet 'Merin le govaned'?
"Merin le govaned" ist keine Zeile aus den Filmen und keine Wendung, die Tolkien geschrieben hat — es ist eine moderne Neo-Sindarin-Konstruktion, die auf Zitatlisten kursiert. Der echte Filmgruß auf derselben Wurzel lautet "Êl síla erin lû e-govaned vîn" ("ein Stern scheint auf die Stunde unserer Begegnung"), David Salos Sindarin-Übertragung von Frodos Quenya-Gruß an Gildor. In Tolkiens eigenem Werk lautet der belegte Gruß auf Quenya: "Elen síla lúmenn' omentielvo" (Die Gefährten, I,3).
Welche Sprache spricht Legolas, und wie akkurat ist sie?
Legolas spricht Sindarin, die Alltagssprache der Elben Mittelerdes. Der elbische Filmdialog wurde vom Linguisten David Salo konstruiert, der ihn aus Tolkiens veröffentlichtem Sindarin-Wortschatz und dessen Grammatik heraus entwickelte — es ist also Salos Sindarin, nicht Tolkiens. Er ist sorgfältig gearbeitet und mit Tolkiens Rahmenwerk stimmig, aber ein großer Teil davon ist Rekonstruktion, die Lücken füllt, die Tolkien nie gefüllt hat; Filmzeilen sollten niemals als Tolkiens eigene Schriften zitiert werden.
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